Unser Ferienhaus in Sønderho wird seit über zwanzig Jahren vermietet – länger, als es uns gehört.
Janes Eltern haben damit angefangen. Als wir Friheden übernommen haben, stand deshalb eine Frage eigentlich nie im Raum: ob wir das Haus weiterhin an Feriengäste vermieten.
Die Frage war nur: mit wem?
Wir wohnen nicht auf Fanø. Bis zur Fähre fahren wir rund zwei Stunden, wir arbeiten beide in Vollzeit und haben Kinder. Direktvermietung klingt auf dem Papier attraktiv. Aber spätestens wenn an einem Samstagabend etwas im Ferienhaus nicht funktioniert, hilft es wenig, zwei Stunden und eine Fährfahrt entfernt zu sitzen.
Wir wollten deshalb jemanden auf Fanø haben, der sich kümmert, wenn wir nicht da sind.
Fanø ist eine Insel der Ferienhäuser
Wer zum ersten Mal nach Fanø kommt, merkt es schnell: Ferienhäuser gehören zur Insel.
Das zeigen auch die Zahlen. Fanø zählt 2.743 Ferienhäuser und nur 1.742 bewohnte Wohnungen. Es gibt hier also deutlich mehr Ferienhäuser als dauerhaft bewohnte Zuhause.
Und viele davon werden vermietet.
Landesweit wurden 2025 rund 23,7 Millionen Übernachtungen in vermieteten dänischen Ferienhäusern gezählt. 66,5 Prozent davon entfielen auf Gäste aus Deutschland. Das zeigen die Zahlen von Danmarks Statistik (BOL101 und FERIEH1).
Bei uns sieht es nicht anders aus. Die Gäste in Friheden kommen fast ausschließlich aus Deutschland.
Wir sind also ziemlich genau der dänische Ferienhaus-Normalfall.
Ferienhaus auf Fanø finden: großes Portal oder direkt auf der Insel?
Gerade für deutsche Urlauber ist der dänische Ferienhausmarkt zunächst ziemlich unübersichtlich. Es gibt die großen, international bekannten Anbieter, aber auch kleinere und stärker lokal verankerte Ferienhausvermieter.
Auf Fanø gehören dazu zum Beispiel Danibo und Esmark. Danibo sitzt direkt auf der Insel, Esmark ist an der dänischen Westküste zu Hause und mit einem eigenen Büro auf Fanø vertreten. Solche Anbieter kennt man als deutscher Urlauber vielleicht nicht unbedingt, bevor man das erste Mal auf die Insel kommt.
Genau deshalb sind Portale wie fejo.dk oder dansk.de praktisch. Sie bündeln Ferienhäuser verschiedener Vermieter und ermöglichen einen größeren Vergleich von Lage, Ausstattung und Preis.
Für die einzelnen Anbieter bringt das zusätzliche Reichweite, allerdings auch zusätzliche Vertriebskosten.
Wer Fanø schon kennt, kann auch direkt bei den Vermietern suchen und buchen. Damit unterstützt man gerade die kleineren und lokalen Anbieter unmittelbarer und spart eine weitere Vermittlungsebene.
Für Gäste haben beide Wege ihre Berechtigung: Wer zum ersten Mal nach Fanø fährt, bekommt über die großen Portale schnell einen Überblick über das Angebot der Insel. Wer Fanø und vielleicht sogar seinen bevorzugten Vermieter bereits kennt, kann beim nächsten Mal direkt dort schauen.
Unser Weg: dreimal gewechselt, nie direkt vermietet
Bei Friheden begann alles mit dem Fanø Specialisten, einem kleinen lokalen Ferienhausvermieter auf der Insel.
Als der Inhaber in Pension ging, wechselte das Haus zu Novasol, einem der großen internationalen Anbieter.
Seit einigen Jahren wird Friheden über Esmark vermietet.
Esmark ist ein westjütisches Familienunternehmen, das seit 1965 Ferienhäuser an der dänischen Nordseeküste vermietet und auch ein eigenes Büro auf Fanø hat.
Als wir das Haus übernommen haben, haben wir uns natürlich gefragt, ob wir daran etwas ändern wollen.
Am Ende sind wir geblieben.
Warum wir unser Ferienhaus über Esmark vermieten
Für uns ist der entscheidende Punkt ziemlich unspektakulär:
Es ist jemand da.
Wenn bei unseren Gästen etwas nicht funktioniert, sitzt der Ansprechpartner auf Fanø. Die Endkontrolle nach einem Aufenthalt ist gründlich, und mit der Reinigung haben wir gute Erfahrungen gemacht.
Kaputt geht übrigens erstaunlich wenig. Mal ein Glas oder irgendeine Kleinigkeit – das gehört bei einem vermieteten Ferienhaus einfach dazu.
Für uns als neue Vermieter ist es beruhigend, dass jemand nach dem Haus schaut, wenn wir nicht auf der Insel sind.
Und dann gibt es noch einen Service, den ich inzwischen sehr zu schätzen weiß: die Werkstatt.
Hauseigentümer können sich bei Esmark Werkzeug ausleihen.
Ich fahre selten nach Fanø, ohne irgendein Projekt am Haus zu haben. Entsprechend sieht das Auto aus: Werkzeugkisten, Kabel, Schrauben, Farbe und Dinge, von denen ich zu Hause noch vollkommen überzeugt war, dass ich sie unbedingt brauchen werde.
Und trotzdem fehlt auf Fanø genau das eine Werkzeug.
Dann ist es ziemlich angenehm, kurz bei Esmark vorbeizufahren, statt deswegen die Fähre zurück aufs Festland zu nehmen oder bei Bygma was neues neues zu kaufen.
Warum wir nicht direkt vermieten
Rechnerisch wäre bei einer Direktvermietung vermutlich mehr drin.
Praktisch passt sie nicht zu unserem Leben.
Wir wohnen rund zwei Stunden von der Fähre entfernt, arbeiten beide in Vollzeit und haben Kinder. Buchungsanfragen beantworten, Zahlungen verwalten, Gäste informieren und auf Probleme während des Aufenthalts reagieren – das könnten wir grundsätzlich alles selbst machen.
Wir wollen es aber nicht.
Und vor allem könnten wir es nicht so gut wie jemand, der direkt auf Fanø sitzt.
Die Provision der Ferienhausagentur ist für uns deshalb nicht einfach Geld, das von der Miete verschwindet. Sie bezahlt Menschen, die sich um unsere Gäste und das Haus kümmern, wenn wir nicht da sind.
Wir kennen Fanø lange – Vermieter sind wir erst seit Kurzem
Neu auf Fanø sind wir ganz und gar nicht.
Wir kommen seit über zwanzig Jahren auf die Insel, verbringen hier jeden Sommer mehrere Wochen und sind auch sonst mehrmals im Jahr da. Wir haben auf Fanø geheiratet. Unsere Kinder sind mit Strand, Dünen und Ferien auf der Insel groß geworden.
Auch in Janes Familie sind wir nicht die Einzigen mit einem Ferienhaus hier. Ihre Schwester und ihr Cousin haben ebenfalls Häuser auf Fanø.
Wenn im Sommer alle zusammenkommen, sind entsprechend viele Kinder unterwegs. Ruhe ist dann relativ.
Fanø gehört für uns schon lange zum Familienleben.
Neu sind wir dagegen als Hauseigentümer und Vermieter.
Wir wollen den Charme von Friheden bewahren und nur in kleinen Schritten verändern. Wenn etwas neu dazukommt oder ersetzt wird, achten wir lieber auf Qualität als auf möglichst viel Neues.
Kleine Updates statt Komplettumbau
Im Sommer 2025 kamen neue Gartenmöbel. 2026 haben wir die Terrasse frisch gestrichen und neue Möbel fürs Badezimmer eingebaut.
Auch die Küche hat ein kleines Update bekommen: neuer Wasserkocher, neue Kaffeemaschine und vernünftige Messer.
Und wir haben aussortiert.
Wer schon einmal ein älteres Ferienhaus übernommen hat, kennt vermutlich das Phänomen: Schubladen besitzen ein erstaunliches Talent, über Jahrzehnte Gegenstände anzusammeln, deren ursprünglicher Zweck irgendwann niemandem mehr bekannt ist.
Der Schuppen ist das nächste Projekt. Wir richten ihn so her, dass ihn künftig auch unsere Gäste nutzen können.
Keine dieser Veränderungen ist für sich besonders spektakulär.
Zusammen machen sie aber einen Unterschied.
Was mit den Mieteinnahmen passiert
Bei Friheden gibt es eine einfache Regel:
Die Einnahmen aus der Ferienhausvermietung fließen zurück ins Haus.
Das haben Janes Eltern schon so gemacht, und wir führen es weiter.
Die Vermietung finanziert einen Teil der laufenden Kosten, Reparaturen und die vielen kleinen Verbesserungen. Neue Gartenmöbel, Terrasse, Badmöbel oder eine bessere Ausstattung in der Küche kosten Geld – und die Gäste helfen letztlich dabei, dass wir diese Dinge machen können.
Ein Ferienhaus darf ruhig nach seinen Besitzern aussehen
Neben den praktischen Dingen kommen die kleinen Sachen, die man in keiner Ausstattungsliste findet.
Fundstücke vom Loppemarked. Ein Hyggekrog mit Keramik von Frk. Toft an der Wand. Ein Gästebuch. Dinge, die bei der Suche nach einem Ferienhaus wahrscheinlich kein Filter berücksichtigt.
„Wandkeramik aus Fanø“ kann man schließlich nur schwer zwischen „Sauna“ und „Geschirrspüler“ ankreuzen.
Trotzdem sind es genau solche Sachen, die für uns dazugehören.
Wir möchten Friheden nicht Stück für Stück in ein möglichst neutrales Mietobjekt verwandeln. Es soll ein Ferienhaus bleiben, bei dem man merkt, dass hier auch eine Familie ihre Ferien verbringt.
Was wir verändern, halten wir in einer kleinen Chronik in unserem Gäste-Guide fest.
Und wann sind wir selbst auf Fanø?
Typischerweise verbringen wir ungefähr drei Wochen im Sommer in Friheden, dazu eine Woche im Herbst und Winter und immer wieder einzelne Tage oder Wochenenden über das Jahr verteilt.
Dass in der übrigen Zeit andere Menschen dort Urlaub machen, fühlt sich für uns überhaupt nicht merkwürdig an.
Das Haus wurde schon vermietet, als es noch Janes Eltern gehörte. Für unsere Kinder war es ebenfalls immer normal, dass nach uns andere Familien kommen.
Und ehrlich gesagt hilft die Vermietung.
Ohne unsere Feriengäste gäbe es manche der Verbesserungen am Haus schlicht nicht.
Was macht für euch ein gutes Ferienhaus auf Fanø aus?
Gerade weil wir als Vermieter noch ziemlich neu im Geschäft sind, interessiert uns diese Frage.
Was ist euch bei einem Ferienhaus auf Fanø wichtig?
Eine Sauna? Gutes WLAN? Eine Ladestation fürs Elektroauto? Ein Kaminofen? Vernünftige Messer in der Küche? Genug Steckdosen neben dem Bett?
Und vor allem: Was fehlt euch in Ferienhäusern immer wieder?
Schreibt es gerne in die Kommentare – oder ins Gästebuch, wenn ihr einmal bei uns seid.
Wir wollen Friheden weiter verbessern, ohne dabei aus den Augen zu verlieren, warum wir das Haus mögen.
Alle Informationen zu Ausstattung, freien Terminen und Preisen findet ihr direkt bei Esmark.
Übrigens — wir vermieten ein Ferienhaus in Sønderho auf Fanø, falls du länger bleiben möchtest.
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